1703 bis 1938 - Schützenkompanie Fließ

Schützenkompanie Fließ
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Geschichte


Chronik der Schützenkompanie Fließ von 1703 bis 1938

1703 anlässlich des spanischen Erbfolgekrieges haben sich die Fließer Schützen (laut einer Urkunde im Gemeindearchiv in Zams) bei Pontlatz gegen die Bayern und Franzosen ausgezeichnet. Gemeinsam mit Truppen aus Landeck, Laudegg und Pfunds errichteten sie Steinlawinen. Eine Schützenkette überrumpelten die Feinde mit Kanonen und Steinen. Die Gefangenen wurden auf Schloss Biedenegg in Fließ interniert.

Auch 1809 kämpften Männer aus Fließ gegen die, durch das Oberegericht bis Prutz vordringenden Feinde, meist Sachsen und Bayern unter französischer Führung. Hier kamen ebenfalls wieder die Steinlawinen bei der Pontlatzbrücke zum Einsatz.
Da wurden jene Feinde aufgehalten und meist getötet, welche sich nach der heftigen Gegenwehr am Hauptkampfplatz am Tullenfeld nach Landeck zurückziehen und retten wollten. Heute noch ist die Schützenkompanie im Besitz einer noch funktionsfähigen französischen Trommel aus diesem Kampf.

Bei der dritten Bergiselschlacht hielten Landecker Kompanien in Hötting die Stellung. Unter ihnen zwei Kompanien aus Fließ. Eine Kompanie mit 167 Mann unter Hauptmann Peter Grissemann und eine Zweite unter Hauptmann Alois Anton Vischer von Rosenburg.
Dieser soll am Maria Namensfest bei der Großen Prozession durch die Quaderäcker auf dem Rosse seiner Kompanie vorausgeritten sein. Später war Kassian Schlapp von Schatzberg viele Jahre Schützenhauptmann. Auch dieser soll hoch zu Rosse seine Kompanie kommandiert haben.

1870 übernahm der aus dem Krieg heimgekehrte Offizier Benedikt Knabl, Kaufmann, Gastwirt und Postmeister die Kompanie. 1885 im Zuge eines großen Schützenfestes in Innsbruck wurde ihm die Ehre zu teil mit Kaiser Franz Josef ein persönliches Gespräch zu führen.

Bis zum 1. Weltkrieg wurde die Kompanie noch vom Gastwirt Nikolaus Juen und  Willhelm Kneringer geführt.

Bis zum 2. Weltkrieg und der Auflösung der Schützenkompanien während des NS-Regimes wurden die Fließer Schützen noch von Franz Schütz, Gastwirt zur Traube und von Otto Gitterle, Bauer und Maurer aus Urgen geführt.




Erzherzog Franz Ferdinand in Vertretung des Kaisers bei der Gedenkfeier 1909 anlässlich des Sieges über die Franzosen und Bayern bei der Pontlatzbrücke


aktualisiert am 21.09.2018
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